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Dossier
DNS
Das Domain Name System (UNIX- Bind, Berkeley Internet Name Daemon) ist einer der wichtigsten Dienste im Internet. Seine Aufgabe ist die Beantwortung von Anfragen zur Namensauflösung.
Das DNS ist ein weltweit auf tausende von Servern verteilter hierarchischer Verzeichnisdienst, der den Namensraum des Internets verwaltet. Dieser Namensraum ist in so genannte Zonen unterteilt, für die jeweils unabhängige Administratoren zuständig sind. Für lokale Anforderungen – etwa innerhalb eines Firmennetzes – ist es auch möglich, ein vom Internet unabhängiges DNS zu betreiben.
Hauptsächlich wird das DNS zur Umsetzung von Domainnamen in IP-Adressen („forward lookup“) benutzt. Dies ist vergleichbar mit einem Telefonbuch, das die Namen der Teilnehmer in ihre Telefonnummer auflöst. Das DNS bietet somit eine Vereinfachung, weil Menschen sich Namen weitaus besser merken können als Zahlenkolonnen.
Ein weiterer Vorteil ist, dass IP-Adressen – etwa von Web-Servern – relativ risikolos geändert werden können. Da Internetteilnehmer nur den DNS-Namen ansprechen, bleiben ihnen Änderungen der IP verborgen.
Mit dem DNS ist auch eine umgekehrte Auflösung von IP-Adressen in Namen („reverse lookup“) möglich. In Analogie zum Telefonbuch entspricht dies einer Suche nach dem Namen eines Teilnehmers zu einer bekannten Rufnummer.
DNS zeichnet sich aus durch:
- dezentrale Verwaltung,
- hierarchische Strukturierung des Namensraums in Baumform,
- Eindeutigkeit der Namen,
- Erweiterbarkeit.
Zusammenarbeit der einzelnen Nameserver
Damit ein nicht-autoritativer Nameserver Informationen über andere Teile des Namensraumes finden kann, bedient er sich folgender Strategien:
Delegierung
Teile des Namensraumes einer Domain werden oft an Subdomains mit entsprechend zuständigen Nameservern ausgelagert. Ein Nameserver einer Domäne kennt die zuständigen Nameserver für diese Subdomains aus seiner Zonendatei und delegiert Anfragen zu diesem untergeordneten Namensraum an den entsprechenden Nameserver.
Weiterleitung (forwarding)
Falls der angefragte Namensraum außerhalb der eigenen Domäne liegt, wird die Anfrage an einen oder mehrere fest konfigurierte Nameserver weitergeleitet.
Bedingte Weiterleitung (conditional forwarding)
Um die Last auf bestimmten Verbindungen klein zu halten (WAN-Links), ist es möglich den DNS so einzurichten, dass Anfragen zu einem bestimmten Namensraum nur an einen Server geleitet werden. Es wird nur für diesen einen Namensraum weitergeleitet, alle anderen Namensanfragen erreichen den conditional forwarder nicht.
Auflösung über die Root-Server
Falls kein Weiterleitungsserver konfiguriert wurde oder dieser nicht antwortet, werden die Root-Server befragt. Dazu werden in Form einer statischen Datei die Namen und IP-Adressen der Root-Server hinterlegt. Es gibt 13 Root-Server (Server A bis M). Die Root-Server beantworten ausschließlich iterative Anfragen. Sie wären sonst mit der Anzahl der Anfragen schlicht überlastet.

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